Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder im Circle – Kreislaufwirtschaft ist Realität
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Aktualisiert: vor 8 Stunden
Mit dem Besuch von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder im Circle Hub in Offenbach stand die Zukunft der nachhaltigen Infrastruktur im Mittelpunkt einer hochrangig besetzten Veranstaltung. Gemeinsam mit Michael Güntner, Vorsitzender der Autobahn GmbH, informierte sich der Minister über konkrete Lösungen für ressourcenschonendes Bauen.
Für Rose Gleisbau nahm Geschäftsführerin Anna Gacmanga an der Podiumsdiskussion teil und brachte die Perspektive der Schieneninfrastruktur ein.
Ein starker Impuls für die Bau- und Schieneninfrastruktur
Der Circle Hub vereint über 80 Unternehmen, Verbände und wissenschaftliche Institute mit einem gemeinsamen Ziel: Kreislaufwirtschaft im Bauwesen in die Praxis zu überführen.
Minister Schnieder bezeichnete den Circle als „Nukleus für die Entwicklung der Baubranche“ – ein starkes Signal angesichts eines bevorstehenden Modernisierungsjahrzehnts für Deutschlands Infrastruktur. Über 150 Milliarden Euro sollen in Erhalt und Ausbau von Straßen und Schienen investiert werden.
Dabei ist klar:
Die Art und Weise, wie bislang gebaut wurde, ist weder ressourceneffizient noch langfristig tragfähig. In Deutschland stammen rund 60 % des gesamten Abfallaufkommens aus der Bauindustrie. Gleichzeitig liegt die Wiederverwertungsquote mineralischer Stoffe teilweise deutlich unter dem europäischen Vergleich.
Materialien sind Rohstoffe – keine Abfälle
Im Circle wurden konkrete Beispiele vorgestellt, wie Kreislaufwirtschaft bereits heute funktioniert – etwa bei der Sanierung älterer Brückenbauwerke. Ziel ist es, Bauteile und Materialien systematisch zu erfassen, aufzubereiten und erneut in den Stoffkreislauf einzubringen.
Das Leitbild lautet:
Aus Beton wird wieder Beton.
Digitale Werkzeuge ermöglichen dabei eine präzise Dokumentation von Bauteilen, sodass bereits beim Bau die spätere Wiederverwertung mitgedacht wird. Genau hier forderte der Minister den nächsten Schritt: Innovationen müssten aus der Phase der Pilotprojekte in den regulären Realbetrieb übergehen.
Gleisbau: Kreislaufwirtschaft konkret umgesetzt
Auch im Gleisbau bietet die Kreislaufwirtschaft erhebliche Potenziale.
Anna Gacmanga betonte in der Diskussion, dass beispielsweise Schotter direkt vor Ort aufbereitet und wiederverwendet werden kann. Dadurch lassen sich Transportwege reduzieren, Bauzeiten verkürzen und CO₂-Emissionen signifikant senken.
Gleichzeitig wurde offen thematisiert, dass bestehende Ausschreibungskriterien und technische Vertragsbedingungen vielfach noch auf konventionelle Verfahren ausgerichtet sind. Recyclingmaterialien erhalten dadurch nicht immer die notwendige Berücksichtigung.
Der gemeinsame Tenor:
Nicht neue Regeln sind erforderlich, sondern schlankere Verfahren und praktikable Rahmenbedingungen.
Vom Austausch zur Umsetzung
Die Veranstaltung hat deutlich gemacht:
Die technischen Lösungen sind vorhanden.
Die Innovationskraft der Branche ist hoch.
Die Unternehmen sind bereit zur Umsetzung.
Was jetzt zählt, ist Skalierung – der konsequente Schritt vom Labor in den Realbetrieb.
Rose Gleisbau versteht sich als aktiver Partner dieses Transformationsprozesses. Nachhaltige Infrastruktur ist für uns kein Zukunftsversprechen, sondern operativer Anspruch.
Wir bedanken uns herzlich für die Einladung und den offenen Dialog zwischen Politik, Auftraggebern und Praxis.
Die Technik ist bereit.
Jetzt geht es ums Machen.












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