2009 Ein Jahr voller Fragen

Aufgrund der Weltwirtschaftskrise ist natürlich auch der deutsche Gleisbaumarkt betroffen. Deshalb wird in diesem Jahr mit nachlassenden Umsätzen gerechnet. Trotzdem ist die Firma Martin Rose GmbH & Co. KG aufgrund Ihrer breiten Aufstellung und durch die vielfältigen Auslandsaktivitäten der Überzeugung auch in dem Jahr 2009 ein positives Unternehmensergebnis zu erzielen. Deshalb wird auch in weitere Übernahmen investiert.
In 2008 haben gerade auch die kleineren flexiblen Firmenbeteiligungen wie (RIO, BSL, und SBR) gezeigt, dass man am Markt mit schlanken Strukturen gute Ergebnisse erzielen kann.

03.12.2009 HNA
Ausgabe: Kreis Kassel
"Hier geht´s bald nach Vellmar"

ARGE Gleisbau Vellmar Reisse-Rose
Es ist unübersehbar: Die Straßenbahngleise der Verlängerung der Strecke von Kassel nach Vellmar zeigen in die richtige Richtung, In gleißendem Sonnenlicht queren sie - hier aus Richtung Wendeschleife Holländische Straße kommend -  jetzt die Bundesstraße 3/83 in Höhe der alten Abfahrt Vellmar-West. Vor Kurzem war die Straße dort gesperrt worden, um die neuen Schienen zu verlegen. Sie führen später weiter zur Kreuzung der Straße Zum Feldlager.

30.11.2009 HNA
Ausgabe: Baunatal-Schauenburg
"Gummimatten sorgen für Ruhe"

Mit Bagger und Richtscheit: Arbeiter der Firma Martin Rose GmbH & Co. KG erneuern den Unterbau des Bahnübergangs. Lagefundamente aus Beton sorgen für die nötige Stabilität. Die Arbeiter im Vordergrund prüfen, ob die Schienen noch das richtige Höhenniveau haben.
Fotos: Dilling

Baunatal. Samstagmorgen um halb zehn am Bahnübergang Schulze-Delitzsch-Straße. Herausgebrochener Asphalt und marode Holzschwellen lagern dort, wo sonst der Verkehr vorbeirauscht. Zwischen Straße und Schotterbett der Bahn gähnt ein tiefes Loch. Ein Bagger hievt Betonfundamente hinein.
Sven Nagel und Volker Stiefel, die für die Hessische Landesbahn (HLB) die Erneuerung des Bahnübergangs zwischen Altenbauna und Großenritte überwachen, sind zufrieden. Alles ist im Zeitplan. Seit kurz vor Mitternacht sind sie im Einsatz. In der Nacht ist es trocken geblieben, sonst wären die Arbeiter der Gleisbaufirma Martin Rose GmbH & Co. KG noch nicht so weit. Montag früh soll der Verkehr wieder rollen. Jetzt ist Zeit für einen Kaffee auf dem Autodach.
Warum ist dieser aufwändige, drei Tage dauernde Non-Stop-Einsatz überhaupt nötig? Da sei vor allem der Autoverkehr dran schuld, antwortet Nagel. Der sei auf der Schulze- Delitzsch-Straße, der Landesstraße 3218, in den vergangenen Jahren immer dichter geworden, die schweren Lkw immer zahlreicher, sagt der Bahnfachmann. Viele Autofahrer hielten sich leider nicht an das Tempolimit von 60 Kilometern, ergänzt er.
Und die Raser-Karawanen bedeuten unnötigen Stress für den Unterbau des Bahnübergangs. Die Vibrationen des Autoverkehrs werden von den Schienen auf den Unterbau übertragen. Der sackt ab. Es bilden sich Bruchkanten am Übergang von der Straße zur Gleisanlage. "Das hat eine Wirkung wie ein Schlagloch", sagt Nagel. Autofahrer werden beim Passieren des Übergangs durchgerüttelt. Und die Anwohner können nicht mehr schlafen, wegen der Roll- und Holpergeräusche.
Das soll ab heute anders sein. Die Arbeiter der Firma Rose klemmen zwischen und neben die Gleise Spezialmatten, die vorwiegend aus geschredderten Autoreifen bestehen, und verschrauben sie an den Schmalseiten.
Diese elastischen, so genannten Strail-Matten, dämpfen die Erschütterungen und damit auch den Lärm. Auch der Gleisunterbau müsse dann nicht mehr so häufig erneuert werden, sagt Nagel. Man verwende das neueste Mattensystem. Ein Fachmann des Herstellers geht den Gleisbauarbeitern beim Einbau zur Hand.
Nagel und Stiefel achten darauf, dass die Gleise während der Schotterarbeiten nicht ihre Linie verlieren. Das ist Millimeterarbeit. Die Spurweite des HLB-Gleises beträgt 1435 Millimeter. Aber nicht nur dieser Abstand muss stimmen. Auch das Höhenniveau.
Während die Straße voll gesperrt ist, haben Straßenbahnkunden während der Arbeiten freie Fahrt. "Wir mussten nicht eine einzige Bahn ausfallen lassen", sagt Nagel stolz.

03.12.2009 HNA Foto
"Hier geht´s bald nach Vellmar"
ARGE Gleisbau Vellmar
Reisse-Rose

30.11.2009 HNA Fotos
"Gummimatten sorgen für Ruhe"

HINTERGRUND
35 Kilometer eigene Gleise.

Die Hessische Landesbahn (HLB) ist ein Nahverkehrsunternehmen mit Schienenfahrzeugen und Bussen im Besitz des Landes Hessen. In der Kasseler Region verfügt die HLB laut Betriebsleiterin Susanne Wenzel über 35 Kilometer eigene Gleise.

Die Bahnstrecke Großenritte-Bf Wilhelmshöhe hat eine Länge von 10,7 Kilometer. Sie ist Teil der 1904 eröffneten Bahnlinie der Kassel-Naumburger Eisenbahn. Das Teilstück von Teilstück von Großenritte bis Kassel wird seit 1995 von der Straßenbahn genutzt. Die Kasseler Verkehrsbetriebe (KVG) zahlen dafür, ebenso wie der Museumsverein "Hessencourrier", eine Trassengebühr an die HLB. Diese nutzt die Strecke auch selbst: In Großenritte werden HLB-Loks gewartet und repariert.